Donnerstag, Mai 6

Zusammenhalt macht stark

Ob ich mir das einmal hätte träumen lassen?

An meiner Hauswand im Westend hängt ein Werbeplakatkasten. Derzeit darauf abgebildet: der Vorstandsvorsitzende der Bayern München Fussball Aktien Gesellschaft, Karl Heinz Rummenigge.
Zugegebenermassen schaut er etwas ernst und humorlos darauf aus.
Aber es geht auch um ein ernstes Thema. Uli Hoeness setzt sich neben seiner Funktion als Präsident des FC Bauern München als Kuratoriumsvorsitzender der "Dominic Brunner Stiftung" ein. Der 50-
Jährige Brunner hatte sich im September letzten Jahres am Münchner S-Bahnhof Solln schützend vor vier Kinder gestellt, die von Jugendlichen bedroht worden waren. Die beiden 17 und 18 Jahre alten Haupttäter fügten ihrem Opfer daraufhin binnen weniger Minuten mit Tritten und Schlägen tödliche Verletzungen zu.
Und so sind mittlerweile in ganz München verteilt Bilder von Bayern Spielern und Funktionären mit der Aufschrift "Zusammenhalt macht stark" und dem Aufruf zu mehr Zivilcourage zu finden.

Mittlerweile ist es zum Glück ruhiger geworden um jugendliche Attacken und Kriminalität in Münchens S- und U-bahnen. Zur medialen Hauptberichtszeit über die Vorkommnisse in München soll es ja unter gewaltbereiten Berliner Jugendlichen sogar schon das geflügelte Wort "Schnauze sonst München!" gegeben haben.

Anyways. Auch ein ernstes Thema, aber wenigsten etwas farbenfroher war dieses Werbeplakat im Sommer 2007. Gerade zur Volksfestzeit ist so eine Aufklärung sicher angebracht. Auf dem Bild trägt die Person rechts ja noch ein Halstuch. Schlimm. Wie ich seit September 2009 weiss, ein absolutes "No Go". Die Tücher werden nur noch echt männlich als Schweisstücher oder zum Mundabwischen um den Arm getragen.......

Montag, April 26

Ein Besuch bei der Bauma

Die Bauma lässt Männerherzen höher schlagen.

Die "Internationale Fachmesse für Baumschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte" ist die weltweit grösste Ihrer Art. Lediglich alle 3 Jahre findet Sie an der Messe München in Riem statt. Neben dem Oktoberfest, ist es die Woche im Jahr, in der man kein Hotelbett in München mehr bekommt.
Eigentlich kosten Tickets so 30 €, aber mein Kumpel Michi hatte Freitickets besorgt, die uns als Mitarbeiter einer Baufirma Fa.Zeppelin auswiesen.

Baumessegerecht mit Oberhemd gekleidet machte ich mich mit dem ÖPNV auf den Weg. Auf dem Hinweg in der U-bahn waren Schwerpunktthemen unter den hauptsächlich männlichen Messebesuchern der Welttag des Bieres (23 April!), Bagger und Messehostessen.

An der Messe angekommen war ich dann aber wirklich schnell von den aktuellen technischen Möglichkeiten im Baubereich fasziniert. Es ist schon ein Unterschied, ob man Einschalungen mit dem Fäustel herausbricht (wie ich früher..), oder Sie hydraulisch von oben angeflogen kommen.

Auch die Bau
maschinenhersteller Hilti und Stihl hatten sich an ihren Ständen richtig Mühe gegeben, man konnte Lumberjack mit der Stihl MS 880 (ca. 1m Sägeschwert!) spielen, oder einfach mal mit der HILTI Betonwände bearbeiten. Michi musste hier leider verzweifelt feststellen, dass sichauch ein HILTI Akkuschrauber nicht zum Bohren in Beton eignet.

Als erfahrener Messebesucher weiss ich natürlich, wie man sich durch einige Fachfragen schnell in den Genuss von ein paar netten Give-Aways, Weissbier und Leberkäs bringt. So ging es dann gestärkt in den Outdoorbereich, wo sicher mit die imposantesten Baufahrzeuge ausgestellt waren.

Caterpillar und Liebherr hatten eigens für die BAUMA Grossmuldenkipper (im Bild der Liebherr T 282 C) nach München transferiert. Das sind diese riesigen Nutzfahrzeuge, die im Tagebau Anwendung finden. Stückpreis: 3,5 mio €, allein der ca. 3 m hohe Reifen kostet ca. 40.000 €!


Allein der futuristische Stand von Liebherr soll für Auf- und Abbau 80 Mios gekostet haben. Überall standen zudem riesige Kräne,
die wohl eher auf den Baustellen in Dubai Anwendung finden, als im Schwäbisch-Hall finanzierten DHH Eigenbau in München-Grosshadern.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir natürlich der Stand von Sany, der sich sehr genau auf seine Käuferzielgruppe eingerichtet hatte.
Auf die ausgestellten Baufahrzeuge wurden einfach kurzerhand rotgekleidete Schönheiten -quasi als Sahnehäubchen- gesetzt, die sich einfach
lassisziv in der Sonne räkelten. Einfaches Konzept, super Erfolg.
Die Besucher kamen reihenweise und zückten ihre Kameras, oder verbrachten gleich Ihre Pilspause in der direkten Nähe. Sex sells.



Schnell noch eine Linsensuppe, Espresso und Weissbier bei PERI (sehr spendabel!), und dann ging es zurück zum Ausgang, wo wir uns noch kurz einen ultralärmenden Betonschneider der Firma Tyrolit ansahen. Übertönt wurde das Kreischen von noch lauteren ACDC Klängen. Herrlich.

Spruch des Tages, ein Werbeslogan eines Minibaggerproduzenten: "Männer müssen ständig baggern"!




Mittwoch, April 21

Orlando Michael di Lasso Jackson

Das ist krass. Vor dem bayerischen Hof, dem traditionsreichsten 5 *****Hotel Münchens steht das Denkmal des Sängerknaben und späterem Hofkapellmeisters Orlando Di Lasso. Ein weiterer Vertreter aus den Blütezeiten der bayerischen Monarchie, wie z.B. die Herren von Klenze, Schwanthaler oder von Gärtner. Alle sind hier und da in München mit Büsten oder Denkmälern verewiegt. So sieht normalerweise das Denkmal des alten Orlando die Lasso aus:

Seit Juni letzten Jahres erfährt das Denkmal allerdings eine Umnutzung. Im Juni 2009 starb nämlich Michael Jackson, und Fans und Trauernde in München hatten keinen Ort wo Sie Ihre Trauer und Ihre Verehrung des Popidols zum Ausdruck bringen konnten.
Die Rechnung war daher damals denkbar einfach: Wenn Michael in München war, gastierte er mehrmals in einer Suite im Hotel Bayerischer Hof. Ergo ist genau dort der richtige Ort zum Andenken. Direkt vorm Haupteingang auf dem Promenadeplatz steht die Statue Di Lassos, die noch am Tag seines Todes über Nacht mit Bildern beklebt wurde (wie eine Mitarbeiterin des Hotels berichtet).

Mittlerweile sieht es dort so aus:
"Fans" haben das Denkmal nicht nur komplett mit Bildern und Postern beklebt. Nein, dort brennen Kerzen, es hängen selbstgeschriebene Gedichte, Luftballons, und täglich werden frische Rosen gebracht.

Als ich gestern mal dort vorbeikam, waren gerade 8 Personen (!) damit beschäftigt die komplette Statue mit Goldpapier zu umranden. Zudem wird alles wasserdicht einlaminiert, und täglich mit Handbesen von Taubenkot und Schnee befreit. Angeblich reisen bereits Fans aus ganz Europa an, um Ihrem Idol zu huldigen.


Dennoch stösst diese Denkmalsumweihung nicht nur auf Gegenliebe. Saboteure haben angeblich bereits mehrfach Taubenfutter zwischen die Kerzen und Briefe gestreut, um Jackos Altar zu verschmutzen. Auch die Stadtverwaltung will der Okkupierung nicht dauerhaft zustimmen. Sie hofft auf ein Abflauen des Kultes um den King of Pop.

Nach einem Abflauen sieht es aber m. E. derzeit nicht aus. Ziel der Jackson Jünger ist sogar auf Dauer ein eigenes Denkmal zur Huldigung ihres Idols in München.
Eigens hierfür wurde eine professionelle Internetseite "Denkmal für Michael in München" eingerichtet.

Leider bin ich nie ein grosser Fan des bleichen, menschenscheuen und kinderliebenden Tänzers gewesen. Daher bleibe ich dubai. Keine Ahnung. Ich finde es einfach nur krass.

Montag, April 19

Attacke im Forstenrieder Park

Attacke im Forstenrieder Park ist keine neue TKKG Folge. Nein, ich hatte mich aufgemacht um mit dem Radl erstmals einen bestimmten Teil im Süden Münchens zu erkunden.

Hier liegt mit dem Forstenrieder Park ein grosses Wald und Erholungsareal, welches sich prima zum Joggen, Radeln oder Spazieren nutzen lässt. Als ich um ca. 19 Uhr in den Wald mit meinem Mountainbike hineindüse, sind auf den Scho
tterwegen kaum noch Besucher unterwegs.

Schliesslich fahre ich unter der A95
-die nach Starnberg und Garmisch führt- hindurch und finde mich im Forstenrieder Wildpark wieder
. Um diesen zu betreten muss ich erst ein Gattertor öffnen, an welches sich noch ein weitmaschiges Bodengitter anschliesst, das nur Menschen, aber keine Wildtiere überqueren können. Diese Form der Einzäunung macht mich stutzig. Lässt es doch auf einen reichen Wildbestand schliessen. Nun hoffe ich vielleicht ein Stück Rehwild, oder Rotwild in dem 20qkm grossen Areal zu erspähen.

Zügig fahre ich in das Herz
des Parks und kann nach 20 minütiger Fahrt meinen Augen kaum trauen. Ich nähere mich einer Schotterkreuzung und sehe vor mir und rechts von mir dunkle Gestalten am Wegesrand. Ein zweiter Blick verrät es mir. Ich bin miten in eine Rotte Wildschweine gerasselt. Eine führende Bache mit fast 10 Frischlingen wechselt rechts über den Weg - vor mir säumen übermütige Keiler den Schotterweg. Scheinbar sind Sie menschliche Nähe gewohnt, denn die Schweine machen keine Anzeichen zu flüchten. Ich entschliesse mich zu einem waghalsigen Manöver, und will mit laufender Handykamera durch die Schwarzkitteltruppe hindurchfahren.

Führende Bachen mit Frischlingen sind ja bekannt dafür angriffslustig zu sein, also fahre ich lieber durch die Armada der einzelnen Stücke. Ca. 15m vor Ihnen verdrücken sie sich dann aber doch zurück in die Büsche und beäugen mich düster und angriffsbereit vom Wegesrand. Ich werde mit einem guten Adrenalinstoss
belohnt, gebe lieber mal Vollgas und bin froh durchzukommen (es kann auch anders laufen!).

Am Ausgang lese ich noch ein bisl über den Park, der früher ein königliches Jagdrevier war und heute zu Beobachtung von Wildtieren einladen soll. Ausserdem werden Hundehalter vor den aggressiven Wildschweinen gewarnt. Also ich würde mich Sicherheit hier keinen Hund laufen lassen. Ausser natürlich ich will den "Herrn Hund" vielleicht loswerden.

Da sind die beliebten "Tollwut" Schilder, die Förster auch hier aufhängen, um unaufgekl
ärte Besucher auf den Wegen zu halten, eigentlich gar nicht mehr nötig.

Niemals hätte ich erwartet, so nahe an der Münchener Stadt (zum Marienplatz sind es nur ca. 10 km), echtes Wild beobachten zu können.

Hier muss ich noch häufiger meine Kreise ziehen. Zumal die Rückfahrt über Pullach am Isarhochufer, mit der Waldwirtschaft (liebevoll "Wawi" genannt) einen der schönsten Münchener Biergärten beherbergt.



Hier also das Video meiner TKKG - Teufelsfahrt:

Dienstag, April 13

Kirche in Bayern

Bayern gilt ja gemeinhin als katholisches Pflaster. Papst Benedikt hat ja bekanntermassen hier seine Wurzeln.

Bei Audienzen auf dem Petersplatz habe ich schon selbst gesehen und erlebt, dass der Pontifex seine mit weiss-blauen Fahnen wedelnden Anhänger aus Bayern besonders herzlich begrüsst. Hier in Bayern sind viele Menschen also noch "Papst".
Häufig sind die Leute, die ich hier so
treffe erstaunt, dass es auch nördlich des Mains noch Katholiken gibt. Aber mit der örtlich Verteilungen der Konfessionen ist es ja so eine Sache in Deutschland (der interessierte Leser kann hier mehr erfahren (Stand 1910!).

Münchens bekannteste Kirche ist sicherlich die Frauenkirche. Offizieller Name natürlich "Dom zu unserer lieben Frau". Fast 99m hoch und weithin in der Münchener Stadtshilouette sichtbar, da ja kein Gebäude in Münchens Zentrum höher sein darf als der Dom. Hier ein wunderbares Portrait meines Freundes Bensch vom "Alten Peter" aus geschossen:

Der "Alte Peter" wiederum is der Turm der St. Peter Kirche am Marienplatz schräg gegenüber. Zwar wohl Münchens älteste Kirche und Ursprung Münchens, aber ich bin noch nie auf die Idee hinein zugehen. Dafür bin ich schon oft (mit Besuch) für nur 50 €cent auf den Turm gestiegen, weil er den mit Abstand besten Blick über München und die Berge bietet.

Dann wären da noch die italienisch wirkende Theatinerkirche, die verschnörkelte Asamkirche, das Grab von Kini in der Michelskirche etc. pp...

Aufgehorcht habe ich vor ein paar Wochen, als ich von einem Kirchenneubau in Neuhausen gehört habe, die Preise für die innovative Architektur gewonnen hat. Das hörte sich interessant an. In Zeiten wo man immer von Rekordaustrittszahlen aus der Kirche hört, sind doch neue Kirchen wohl eher Mangelware. Ein Grund diese Kirche ums Eck einmal zu besuchen.

Diese Kirche mit ihrem modernen Kasten aus Glas und einem inneren Kubus aus Holz ist die Herz-Jesu Kirche.

An hohen Feiertagen kann man die Frontglastüren komplett öffnen, und Sie besitzt somit angeblich die grössten Kirchentüren der Welt! Innen sorgt der Kubus aus Holzstehlen für eine warme Atmosphäre. Die Holzstehlen lassen zum Altar, zu dem hin sich der Boden senkt, immer mehr Licht hindurch.

Ich muss gestehen, dass ich mich hier sofort Wohl gefühlt habe. Ein wunderbarer Ort zum in sich gehen und nachdenken.

Auch das Fotographieren fiel mir in den heiligen Hallen nicht sonderlich schwer. Gehört die Kirche, ob Ihrer modernen Form laut Wiki doch zu einer der meistbesuchten Kirchen Münchens. Vielleicht, weil viele -genau wie ich-, ein paar Fotos knipsen wollen.......


Dienstag, April 6

ManU in Munich

Meistens schaue ich mir Fussballspiele aus der Arroganz Arena in München ja im TV an. Schliesslich ist es schwierig an Karten zu kommen.
Jeder, der am Tag des Champions League Spiel zwischen den Bayern und Manchester in der Münchener Innenstadt unterwegs war, wurde aber unfreiwillig Zeuge des wichtigen Spiels: Schliesslich hatten sich Horden von ManUnited Fans an verschied
enen Punkten der Stadt zurückgezogen, um Bier zu trinken und Ihre Gesangeskunst zum Besten zu geben.

Das ist dann schon witzig, wenn du plötzlich in einen Trupp Männer mit dem Aussehen eines Wayne Rooneys gerätst, die mit tiefen, biergeölten Stimmen "Man -UU- nited" oder "Rule Britannia" singen. Ich gebe sofort offen zu, dass mich die- zugegebenermassen etwas offensive- Art der Fans nicht belästigt, sondern fasziniert. Was gibt es schöneres als von der schnöden Insel ins Bierparadies fliegen und dann im Hofbräuhaus vorzuglühen und später in der Arroganz Arena seinen Club -na ja- verlieren zu sehen.


Interessanterweise trugen ca. die Hälfte der Fans gelb-grüne oder gar keine Fanutensilien. Wie mir ein freundlicher ManU - Supporter erklärte, ist es ein stiller Protest gegen die neuen Eigentümer, einem Investor aus den USA. Während dieser nämlich versucht, aus dem Verkauf von roten "Rooney" Shirts grösstmöglichen Profit zu erwirtschaften, fehlt den "echten" Fans die Identifikation mit dem Verein. Daher tragen Sie nun die Farben des Vorgänger Vereins "Newton FC", das modische gelb und grün. Netter Protest.

Neben dem Hofbräuhaus und Marienplatz, war übrigens der Irish/Australian Pub direkt an der Frauenkirche ein weiterer Treffpunkt für Fans. Bloss das Hissen von Bannern an der Kirche wurde dann doch von der Polizei mit Recht untersagt.
Das Spiel habe ich mir am Abend übrigens wieder bei mir um die Ecke im Bürgerheim angeguckt. Eins ist klar. Mir fällt es schwer auf internationaler Ebene für Bayern zu halten. Ein gewonnener UEFA Cup Startplatz hin oder her...

Sonntag, März 28

Clemensburg

Ich mag diese Kneipen, die es wagen sich auf ein Geschäftskonzept festlegen. In München wollen zuviele Etablissments Cafe, Bierkneipe, Tex-Mex Bar und Frühstücksbrasserie gleichzeitig sein. Meist sind diese
dann aber gar nichts von alldem, schliessen nach traurig, tristen Monaten und sind "gone with the wind".
Es fehlt Ihnen einfach der Mut sich auf ein Konzept oder eine Zielgruppe festzulegen. Mit Marketing-Fachchinesisch könnte man von "stuck in the middle" oder fehlendem "strategic fit" sprechen.

Ein positives Gegenbeispiel ist die Clemensburg in Schwabing. Eigentlich eine alte `68er und Studentenkneipe, hat sie sich auf eine sehr interessante Zielgruppe spezialisiert. Die Clemensburg ist nämlich Münchens einzige Schalke Kneipe!

Hier werden
ausschliesslich Schalke Spiele gezeigt und der Münchener Schalke Fanclub "Isar-Schalker" hat hier seine Basis. Bei so super Spielen wie gestern herrscht eine Stimmung mit Fangesang, Klatschen und Stehplätzen. Vieles ist hier anders: Man jubelt endlich nicht als einziger Gast in der Kneipe wenn Schalke ein Tor macht, man darf hier sogar "Glückauf" sagen ohne schräg angesehen zu werden, und man darf auch mal ein Pils bestellen.
Die Clemensburg schenkt mit dem "Auer Bier", das beste Pils Südbayerns aus. Ein weiteres Zuckerl für die pilsgewohnte Kundschaft, die häufig aus dem Gelsenkirchener Grossraum kommt. Zwar brauen eigentlich alle Brauerreien Münchens Pils, aber das ist echt völlig indiskutabel unterirdisch!

Wenn man es nicht besser wüsste, man meinte es hätte einen in eine Kneipe in Gelsenkirchens "Kurt Schuhmacher Allee" neben der Glückaufkampfbahn verschlagen.

Wenn die Preise weiter bei Bier 2€ und Schnaps 1€ bleiben bin ich wohl neuer Stammgast in der Clemensburg. Zumindest habe ich versprochen nun alle Schalke Spiele bis zur Meisterschaft dort zu verfolgen.....

Entscheidend ist nun das Spiel gegen den Zweitplatzierten FC Bauern am nächsten Samstag auf dem Acker der Veltins Arena. Ich mag diese Kneipe...




Montag, März 15

Im Märzen der Bauer die "Wiesn" bestellt?


Zwar liegt seit heute wieder Schnee in München, aber Anfang letzter Woche konnte ich bereits einen städtischen Bauern dabei beobachten, wie er mit seinem John Deere die Theresienwiese bearbeitete. Im Märzen der B(r)auer.

Trotz des millionenfachen Konsums von Bier auf dem Gelände, gehe ich leider nicht davon aus, dass hier in Zukunft Gerste und Hopfen wachsen werden.



Samstag, März 13

ITB & Halleluja Berlin


Ein Besuch in Berlin zur grössten Tourismus Messe der Welt, ITB.
Als Münchener hat man ja traditionell so seine Probleme mit der "Hartz 4 Hauptstadt" (Zitat Helmut Schmidt) in Preussen. Auch ich behaupte hin und wieder es würde mir doch arg schwer fallen von jetzt auf gleich nach Berlin umzusiedeln. Als Hauptgrund nenne ich dann allerdin
gs die weite Entfernung zu den Bergen. Seit diesem Berlin Aufenthalt, bin ich fast zum Berlin Fan mutiert. Unsere Unterkunft war im Prenzlberg. Echt ein schönes, lebhaftes Viertel. Die Entfernung zu den Bergen bleibt allerdings. Erkenntnisse von Berlin und ITB:

FastFood Prenzberg: Der Döner für 2, 50 im Ali Baba um die Ecke und auf dem Rückweg noch schne
ll eine Curry im legendären "Konnopkes Imbiss" mit einem Schultheiss runterspülen. Zwar lebt man mit dieser Diät nicht unbedingt länger, aber auf jeden Fall besser.
Gerd "Acker" Schröder soll ja in seiner Zeit als Bundeskanzler hier auch ab und an mittags eine Currywurst gegessen haben. Wie mein Kumpel Roman meint: .."na klar deshalb wurde er ja wahrscheinlich auch gewählt...".
Konnopke macht übrigens nicht nur Curry, sondern auch die Auslage an Brötchen mit Mett und Zwiebeln, oder belegt mit gekochten Eierscheiben sah lecker aus!


DialektBerlin: Frühstück in einem Rockerbistro in Prenzberg. Icke mit der SZ und ner Brötchenkreation mit viel Roastbeef und dem Namen "Wild Bulls Hell". Konversation am Nachbartisch: "Sach ma`hasse eejentlich nen Computa un` E-Mail und son Quatsch?" Antwort: "Neee, hab Ick nich, wa!" Antwort: "Icke auch nich....."
Ich könnt mich da teilweise echt wechhaun. Auch wenn mir der Dialekt sprachwissentschaftlich um einiges näher liegt als das bayerische.


Fernweh ITB: An den ersten 3 von 5 Tagen ist die ITB nur für Fachbesucher geöffnet. Man streift also eher durch die Hallen und pflegt Business Kontakte oder versucht Fachgespräche zu halten.


Man kann sich aber auch bereits an den ersten 3 Tagen wie ein "Give Aways" sammelnder Gast verhalten, seine Kugelschreiber, "Nerd" Brillen und Strohüte in Colombia Tüten sammeln. Und um sich natürlich über den nächsten Urlaub zu informieren.
Zur WM werde ich es wohl nicht schaffen, dennoch sind South Africa und seine Safari-Viecher wohl eine Reise wert. Genau so muss ich wohl ein weiteres mal nach Norwegen, um nach Preikestolen und Kjerag
bolten ein Photo auf der Troll-Tunga zu machen:



Destinations Branding Südtirol: Präsentation auf dem ITB Kongress. Bekanntheit ist für eine Marke nicht alles. Begehrlichkeit ist weit wichtiger! Fragt man einen Asiaten nach der bekanntesten Stadt in Europa lautet die Antwort nämlich "Tchernobyl". Na denn. Lieber auf nach Südtirol.

Mittwoch, März 3

Empfang der Olympioniken...


Mit dem Autokorso kamen die deutschen Olympiateilnehmer heute bei Shit-Wetter auf den Marienplatz gefahren. Um sich -ala FC Bayern mit der Schale- auf dem Rathausbalkon feiern zu lassen. Netter Nebeneffekt war natürlich, dass die Werbetrommel für München 2018 ("von Dr. Thomas Bach heute immer als "zwanzig-achtzehn" ausgesprochen) ordentlich gerührt werden konnte. Neben dem oben erwähnten IOC Vize, gaben sich natürlich auch der OB Ude (der fleissig das goldene Buch der Stadt verwaltete), Innenminister Thomas De Maiziere (vom Moderator als "Lothar" angesprochen) und Kaiser Franz Beckenbauer (er darf einfach in München nie fehlen) die Ehre


Es war schon touching, wenn man nocheinmal auf einer Riesenleinwand die bewegensten Olympiamomente sieht und danach der Sportler nur 30m vor einem steht. So war zum Beispiel Anni Friesinger super glücklich und gelöst. Ebenso sympathisch kamen Evi Sachenbacher, Tobi Angerer, Vicky Rebensburg (wenn sie am Micro war wurde dauernd "hey hey vicky" gespielt) und natürlich unsere Gold Biathletin Magdalena Neuner rüber. Eine Überraschung waren Patric Leitner und Alexander Resch, die im Rodel Doppelsitzer Bronze holten.
Zwei lustige Jungs, die den bemühten BR Reporter auf dem Balkon ordentlich die Show stahlen. Viele Sportler sind auch herrlich normal geblieben, filmten sich selber beim Betreten des Rathausbalkones, und erzählten von Ihren noch kommenden Empfängen in der bayerischen Provinz.

Wie sagte Helmut Markwort vom Focus so schön im von mir geschätzten Sonntagsstammtisch im BR zu Olympia:

"Olympia ist deshalb toll, weil endlich einmal normale Mitbürger/Sportler im Mittelpunkt des Medieninteresses stehen. Und nicht so Gestalten von Bahnhöfen, die Ihre Schwiegermutter lieben oder so..."

Montag, März 1

Vodka Shit

Was alles aus einem Spieleabend mit anschliessender Küchenparty und Mangelausstattung rauskommen kann. Zum Beispiel eine neue Drink Kreation mit dem Titel "Vodka Shit".

Man nehme eine Limette oder Zitrone, bestreue Sie mit Kakao Chili Pulver (am besten von Cocoa), und geniesse Sie bevor man Sie mit Bisongrasvodka hinunterspüle. Der Partydrink sieht zugegebenermassen nicht so toll aus wie Golden Tequile mit Zimt und Orange, hält aber Geschmacksmässig voll mit!


Hier ein Beweis mit dem alten Amigo Gregory Augustin Suarez, der leider ab Donnerstag für ein halbes Jahr nach Spanien entschwindet!